Insolvenzrecht Berlin 2026
499,00 Euro
Sehr geehrte Fortbildungsinteressierte,
die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd. Auch 2026 ist in vielen Bereichen mit einer anhaltend hohen Zahl von Unternehmens‑ und Privatinsolvenzen zu rechnen. Globale Unsicherheiten, strukturelle Veränderungen und finanzielle Belastungen wirken sich spürbar auf Verwaltungen, öffentlich‑rechtliche Institutionen und gemeinwohlorientierte Organisationen aus. Forderungsausfälle, Zahlungsstörungen und komplexe insolvenzrechtliche Fragestellungen gewinnen dadurch weiter an Bedeutung.
Die zweitägige Fachtagung greift diese Entwicklungen auf und bietet Raum für eine fundierte Auseinandersetzung mit aktuellen Tendenzen, rechtlichen Rahmenbedingungen und praktischen Herausforderungen im Umgang mit insolventen Schuldnern. Beiträge aus Wissenschaft, Rechtsprechung und Verwaltungspraxis eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Abläufe, Zuständigkeiten und Handlungsspielräume im Insolvenzgeschehen. Die Veranstaltung richtet sich an Institutionen, die regelmäßig mit Forderungen, wirtschaftlichen Risiken oder insolvenzrechtlichen Prüfungen befasst sind, und unterstützt dabei, Prozesse im Umgang mit Zahlungsstörungen effizienter, rechtssicherer und zukunftsorientiert auszurichten.
Die Insolvenzrechtstagung 2026 findet erneut in hybrider Form statt. Teilnehmende können frei wählen, ob sie vor Ort oder online dabei sind. Die Tagung wird gemeinsam vom Kommunalen Bildungswerk e. V. und dem Institut für Wissenstransfer in Wirtschaft, Verwaltung und Rechtspflege an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin ausgerichtet.
Das Team des kbw. freut sich, die Teilnehmenden 2026 wieder live oder digital begrüßen zu dürfen.
Ihr Planungsteam des kbw.
Kommunales Bildungswerk e. V.
Tagungsorganisation
Emily Sellin
Tel.: +49 30 293 350 1018
Referent:innen
Aktuelle Entwicklungen im Insolvenzrecht 2026
- Aktuelle Rechtsprechung zur Insolvenzantragstellung und zur Bestimmung der Zahlungsunfähigkeit
- Aktuelle Rechtsprechung zur Forderungsanmeldung und Forderungsprüfung
- Aktuelle Rechtsprechung zur Zwangsvollstreckung im Insolvenzverfahren, insbesondere zur sogenannten Verstrickungsproblematik
Problemfelder und Herausforderungen in masseunzulänglichen Verfahren
- Entstehung und Erscheinungsformen der Masseunzulänglichkeit
- (Streitige) Rechtsfolgen der Masseunzulänglichkeitsanzeige für Gläubiger: Befriedigungsreihenfolge und Vollstreckungs-Stopp
- Manipulation der Befriedigungsreihenfolge durch Zeitpunkt und Häufigkeit der Anzeige
- Exemplarische Haftungsszenarien im Zusammenhang mit der Masseunzulänglichkeit
Aktuelles zu öffentlich-rechtlichen Forderungen in Zwangsvollstreckung und Insolvenz
- Forderungsdurchsetzung und Vollstreckung gegen Minderjährige
- Abgrenzung von Insolvenzforderung, Masseverbindlichkeit und Neugläubigerforderung
- Unterhaltsforderungen als nicht von der Restschuldbefreiung umfasste Forderungen (§ 302 Nr. 1 InsO)
Rechtsprechungsüberblick des IX. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs zum Insolvenzrecht
- Anfechtung der Umwandlung einer Lebensversicherung nach § 167 VVG
- Anfechtung der Erfüllung einer Geldauflage zur Einstellung eines Strafverfahrens
- Versagung der Verfahrenskostenstundung wegen von der Restschuldbefreiung ausgenommener Forderungen
- Anforderungen an die Anordnung einer Nachtragsverteilung
Restschuldbefreiung – Umfang, Ausnahmen und Versagung
- Inhalt und Umfang der Restschuldbefreiung
- Von der Restschuldbefreiung ausgenommene Forderungen: Tatbestände und Anmeldung zur Insolvenztabelle
- Versagung und Widerruf der Restschuldbefreiung: Tatbestände und Antragsberechtigung
Tagungsort
Franz-Mett-Str. 3-9
D-10319 Berlin
Tel. +49 (0) 30 - 51 62
Fax +49 (0) 30 - 51 62 – 400